Die Notwendigkeit einer Abschlussprüfung kann sich aufgrund des Überschreitens handelsrechtlicher Größenkriterien (sog. mittelgroße oder große Unternehmen im Sinne des HGB) oder auf freiwilliger Grundlage ergeben, etwa auf Wunsch eines Aufsichtsrats oder der Hausbank.

Viele Unternehmer sehen die Abschlussprüfung als lästige und mit Kosten verbundene Routineangelegenheit an. Dabei kann ein Unternehmen aus der Durchführung einer Abschlussprüfung viel mehr Nutzen ziehen als nur das abschließende Testat. Wenn wir als Wirtschaftsprüfer im Rahmen einer Abschlussprüfung die Prozessabläufe des Rechnungswesens prüfen sowie Chancen und Risiken des Unternehmens analysieren, können die dabei gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam für die Zukunft nutzbar gemacht werden. Oft sind Abschlussprüfungen deshalb Ausgangspunkt für wertvolle Beratungshinweise und Anstoß für Änderungsprozesse im Unternehmen. In diesem Sinne ist Abschlussprüfung nicht nur Vergangenheitsbewältigung, sondern die Grundlage für zukunftsgerichtete Beratung.